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Moscheebesuch in Ulm

Schülerinnen der 7. Klasse besuchten die neue Ulmer Moschee in Söflingen.

Am 20.06.2013 trafen sich die 7b und ein Teil der 7c um 7.45 Uhr an der Söflinger Endhaltestelle. Die Schülerinnen wurden von Frau Ruder-Engels und Herrn Bieg begleitet – das Ziel war die neue Söflinger Moschee.

Schon nach wenigen Minuten Fußmarsch hatten wir ein Gebäude erreicht, das für uns von außen nicht auf eine Moschee schließen lies. Doch nachdem wir das Treppenhaus durchschritten hatten, befanden wir uns in einem großen gefliesten Raum, in dem uns unsere freundliche Führerin begrüßte. Zuerst besuchten wir den Waschraum mit einem Brunnen in der Mitte, wo wir beschrieben bekamen, wie eine rituelle Waschung ablaufen sollte. Der danach besuchte große Gemeindesaal wird für Vorträge und Besprechungen genutzt und ist mit Stühlen, einem Pult und Beamer ausgestattet.

Nach diesen Vorräumen ging es nun endlich in die eigentliche Moschee. Vorher mussten wir jedoch unsere Schuhe ausziehen. Den heiligen Teil durften wir zuerst selbst erkunden. Arabische Schriftzeichen an den Wänden, wunderschöne, aufwendig verzierte Bücher in einer Vitrine und bemalte Nischen, alles überdacht von einer großen Glaskuppel, durch die die Sonne schien. Ja, der heilige Teil der Moschee kann als wunderschön beschrieben werden. In den bemalten Nischen waren Stadtsilhouetten von Mekka, Medina, Jerusalem und Istanbul zu erkennen. Der bunte, flauschige Teppich, der den Boden der gesamten Moschee bedeckte, vervollständigte das angenehme Gefühl, das jeden von uns beschlich. Der Imam, der leider nur türkisch sprach und von unserer Führerin gedolmetscht werden musste, hat die 13. Sure vorgebetet und unsere vielfältigen Fragen geduldig beantwortet.

Gefragt wurde unter anderem, ob ein Imam verheiratet sein darf. – Ja, er solle es sogar sein. Er selbst habe mit seiner Frau 5 Kinder.

Warum sollen Frauen so viel Kleidung und ein Kopftuch tragen? – Weil die Frauen dadurch geschützt sind. Zuhause dürfen Frauen tragen, was sie wollen.

Ist die Moschee so, wie sie sein soll? – Nein, die Fenster sind noch nicht fertig, sie müssen noch eingesetzt werden, da fehlt noch das entsprechende Kleingeld.

Der letzte Teil der Besichtigung fand im so genannten Frauenteil der Moschee statt. Der Raum war eher ein Balkon, von dem aus man herunter auf den Männerteil schauen konnte – Muslime beten nämlich nach Geschlechtern getrennt. An den Wänden hingen Perlenvorhänge, auf denen man unter anderem die Kaaba von Mekka erkennen konnte.

Zur Stärkung und unserer aller Überraschung hat uns die Gemeinde abschließend zu Tee und Schafskäseteigtaschen eingeladen. Wunderbare Gastfreundschaft – wir fühlten uns zugleich im Urlaub und Zuhause. Nach dieser freundlichen Geste verabschiedeten wir uns mit bestem Dank und vielen Grüßen.

Christine Donnert, Klasse 7b

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09.07.2013; 15:39:31 Uhr - Dieser Artikel wurde bereits 4348 mal angesehen.