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Zu Besuch bei einer Restauratorin

Restauratorin Stefanie Bosch zeigt Medien-AG der St. Hildegardschule im Ulmer Museum ihre Lieblingsausstellungsstücke und berichtet von ihrer Arbeit.2013_01_25_Restauratorin_Bosch

Restauratoren im Museum machen so allerhand: Sie bauen Ausstellungen auf und ab. Sie organisieren Sonderausstellungen und treten hierzu in Leihverhandlungen mit anderen Museen. Sie pflegen und bearbeiten in den Werkstätten mit Pinsel, Farben und Mikroskopen die eigenen Kunstwerke des Museums. Das sind nicht wenige: Das Ulmer Museum besitzt an die 60 000 Ausstellungsstücke. Wo kommen all diese Objekte her? „Von privaten Sammlern und Stiftungen“, erklärt Restauratorin Stefanie Bosch. Längst nicht alle Stücke sind ausgestellt. Viele sind in Schachteln im Depot des Ulmer Museums untergebracht. Dort hält sich Stefanie Bosch gerne auf: „Ich liebe diesen Ort. Allein den Gedanke an die vielen Kunstschätze, die in den Schränken schlummern und die ich jeder Zeit herausnehmen kann, finde ich sehr spannend.“ Damit die Kunstwerke möglichst lange erhalten bleiben, müssen Frau Bosch und ihre Kollegen das Klima in den Räumen genauestens kontrollieren. Die Feuchtigkeit und die Lichtverhältnisse werden ständig mit Hygrograph und Luxmeter überwacht.

Wieder ganz andere Anforderungen werden an sie als Restauratorin bei modernen Kunstwerken gestellt wie z.B. bei einer Videoinstallation. „Da werden Fähigkeiten gefordert, die man so nicht im Studium eines klassischen Restaurators lernt.“ Auf die Frage nach dem teuersten Ausstellungsstück des Museums, verrät Stefanie Bosch: „Mit seiner Versicherungssumme von 5 Millionen Euro ist der Löwenmensch bestimmt das wertvollste Objekt.“

Stefanie Bosch hat auch zu der Auferstehungstafel von Martin Schaffner einen besonderen Bezug. „An der habe ich damals als junge Praktikantin gearbeitet.“ Für Stefanie Bosch entstand der Wunsch, Restauratorin zu werden schon sehr früh: „Ich habe als Kind einen Artikel über diesen Beruf gelesen. Daraufhin beschloss ich, Restauratorin zu werden.“

Vielleicht liest diesen Bericht ja auch der ein oder andere zukünftige Restaurator.

Das Interview mit Frau Bosch führten Jasmina, Louise, Lara, Leticia und Enya der Medien-AG der St. Hildegard Schule

Auch die SüdWestPresse berichtet über diesen Besuch. Hier lesen Sie den Artikel.



01.04.2013; 19:25:29 Uhr - Dieser Artikel wurde bereits 2436 mal angesehen.