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Compassion 2013

Compassion in der Bethesda Klinik

Anfang Januar hieß es für uns in Klasse 10: Compassion. Wir waren alle zuerst natürlich etwas verwundert, was das für uns heißt, doch nachdem der Begriff Compassion (was Mitleid/Mitgefühl bedeutet) geklärt war, schauten wir mit freudigen Gefühlen in die Woche. Compassion ist ein Sozialpraktikum, bei dem wir für eine Woche in eine soziale Einrichtung gehen und dort mit Leuten in Berührung und ins Gespräch kommen, mit denen man sonst nicht so häufig in Kontakt kommt. Natürlich waren wir alle freudiger Erwartung, was uns in dem Praktikum erwarten würde, aber trotzdem hatten einige von uns auch etwas Angst, wie die Menschen auf und reagieren würden.

Mir persönlich hat das Sozialpraktikum sehr viel Spaß gemacht und ich würde es jederzeit wieder machen. Ich war in der Agaplesion Bethesda Klinik in Ulm und obwohl es ungewöhnlich ist, plötzlich so engen Kontakt mit alten, kranken und dementen Menschen zu haben, war es eine tolle Erfahrung. Ich durfte bei der Ergotherapie, d.h. Beschäftigungstherapie mitgehen und konnte viele schöne Erfahrungen sammeln. Zum einen durfte ich bei Gruppentherapien von ambulanten Patienten, bei denen man z.B. Spiele spielt, Gedächtnisübungen macht oder singt, helfen. Andererseits bin ich auch mit auf die Station in Patientenzimmer gegangen, wo dann die schwerer erkrankten Patienten (z.B. Demenz) lagen. Dort haben wir dann Gehtraining gemacht, damit Patienten nach einem Sturz auch wieder auf die Beine kommen, oder auch Gedächtnisübungen.

Natürlich ist es zuerst komisch, sich auf die Menschen einzulassen, doch man ist schnell mit ihnen ins Gespräch gekommen und dann fielen einem die Aufgaben sehr leicht. Ich bin sehr froh, dieses Projekt gemacht zu haben und würde es jederzeit wieder tun. Man denkt jetzt viel mehr darüber nach, wie es solchen Menschen geht, und was sie heute machen. Alle Berührungsängste, die man anfangs hatte, verfliegen schnell. Alles in allem war es ein wirklich schönes Projekt und es hat sehr viel Spaß gemacht.

Katharina Lukas, 10c

Compassion in der Ulmer Vesperkirche

 

Die Ulmer Vesperkirche gibt es nun seit 18 Jahren und findet in der Pauluskirche statt. Sie bietet armen sowie reichen Leuten die Chance zusammen an einem Tisch zu essen und vergessliche Stunden der Freude und der Geselligkeit zu verbringen.
Die diesjährige Vesperkirche fand vom 10. Januar bis zum 06. Februar statt. Die Pauluskirche hatte täglich von 11 bis 15.30 Uhr geöffnet. Diese Woche in der Vesperkirche hat mich viel zum Nachdenken gebracht, denn ich habe viel erlebt. Die meiste Zeit habe ich damit verbracht, mich um die Kinder zu kümmern. Einmal habe ich mit einem Jungen gespielt und ihn gefragt, wie alt er ist. Er erzählte mir dann, dass er erst vor kurzem Geburtstag hatte. Daraufhin fragte ich ihn, was er denn bekommen hat und er meinte "einen Kuchen". In diesem Moment wurde mir klar, wie gut es mir geht und dass ich dankbar sein sollte für alles, was ich habe. Der Junge jedoch hatte solch ein Strahlen in den Augen als er mir von dem Kuchen erzählte, als gäbe es nichts Schöneres!
Man braucht nicht viel, um glücklich zu sein, es reicht selbst ein Kuchen, um fröhlich durch den Tag zu gehen. Und mir reichte in dem Fall das Lächeln des Jungen!

Alicia Martin, 10c



18.03.2013; 22:06:22 Uhr - Dieser Artikel wurde bereits 1797 mal angesehen.