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Tanzen mit Schwester Maria Graciela

2013_09_28_graciela6Grüß Gott!“ Mit einem strahlenden Lächeln begrüßte Schwester Maria Graciela die Schülerinnen der St. Hildegardschulen, so als lebe sie in Deutschland. In Wirklichkeit kommt sie aber aus dem 12 000 km entfernten Argentinien. Sie begeisterte alle mit ihrem Tanz in landestypischer Tracht.

Die segensbringende Arbeit der Franziskanerinnen von Bonlanden ist weltumspannend.

Vor 90 Jahren brachen die Franziskanerinnen von Bonlanden nach Lateinamerika auf, um auch dort Gott und den Menschen zu dienen. In der Nachfolge ihres Ordensvaters Franziskus und ihres Ordensgründers Faustin Mennel ist es ihr diakonisches Anliegen, die Not armer Menschen zu lindern. In Argentinien und Paraguay gibt es mittlerweile 16 soziale Einrichtungen der Franziskanerinnen von Bonlanden. Eine davon ist die Schule „Unsere Liebe Frau vom Heiligsten Herzen“ in Florencio Varela, in der Provinz Buenos Aires, Argentinien. In der Schülerzahl gleicht sie den St. Hildegardschulen. Etwa 1000 Schüler besuchen diese Schule. Schwester Maria Graciela war dort Schülerin, Lehrerin und später Schulleiterin. Bis Anfang des Jahres 2013 war sie die Provinzoberin der argentinisch-paraguayischen Ordensprovinz.

Am Mittwoch, den 25.September, besuchte sie St. Hildegard. An den drei Schularten wurden ihre Missionsberichte an diesem Tag lebendig und ganzheitlich in den Unterricht eingebaut. Und auch für alle drei Schulleiter war es selbstverständlich, Schwester Graciela durch den Tag zu begleiten. Dr. Hanstein begrüßte Schwester Graciela und die jahrzehntelange Missionsprokuratorin des Ordens, Schwester Antonia, früh am Morgen mit schwäbischen Brezeln zum Kaffee. Die argentinische Franziskanerin, die einige Zeit in Deutschland verbracht hatte, hatte zuvor humorvoll wissen lassen, „mehr Schwäbisch als Deutsch“ zu können, und biss genussvoll lächelnd in ihr Frühstück. Frau Patzner-Duschler ließ sich gemeinsam mit ihren Schülerinnen vom ansprechenden Tanz der Besucherin hinreißen. Herr Jucker verabschiedete Schwester Graciela nach einem für das Schulzentrum ganz besonderen Tag.

Schwester Graciela bedankte sich ihrerseits auf Deutsch bei allen Schülerinnen für die finanzielle Unterstützung, die ihre Provinz durch Spenden der St. Hildegardschülerinnen, ihrer Eltern und der Schule Verbundenen immer wieder bekommt. Um ihre Dankbarkeit auszudrücken, „erzählte“ sie den Schülerinnen Geschichten aus ihrem Land; unter anderem von der „Lieben Frau vom Heiligsten Herzen“ – ganz ohne Worte: Graziös und anmutig tanzte Schwester Graciela in einem wunderschönen roten "gaucho" und mit einem traditionellen schwarzen Hut den Schülerinnen die Geschichten vor. Nomen est omen: „Du kannst so schön tanzen!“ rief die Erstklässlerin Leony beim Applaus laut. Schwester Graciela strahlte.

Zwischendurch zeigten Schwester Antonia und Schwester Christine Fotos des „Regenbogen-Projektes“. Dieses startete vor 15 Jahren in Florencio Varela. Außer dem normalen Schulbetrieb wird dort Not leidenden Familien und Obdachlosen materielle und konkrete seelsorgliche Hilfe angeboten. Sie bekommen dort zu essen, z.B. selbstgebackenes Brot und frisches Obst, und werden im Zubereiten gesunder Mahlzeiten angeleitet. Die Türen der Schwestern stünden immer offen, betonte Schwester Antonia wie selbstverständlich. Auch Kinder der Schule, die Zuhause wenig zu Essen haben, bekommen das Mittagessen dort und können sogar eine warme Mahlzeit für ihre Eltern mitnehmen. Unterstützt werden die Schwestern von jungen Christen, die „im Herzen von Franziskus ergriffen“ seien, der „Franziskanischen Jugend“. Eine Realschülerin fragte bei diesem eindrücklichen Bericht spontan nach, wie alt man sein müsse, um direkt am Projekt mitarbeiten zu können.

Zum Abschluss lud Schwester Graciela die Schülerinnen der Grundschulen noch zum Mittanzen ein und verabschiedete sich mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“. Gleiches gilt der tanzenden Franziskanerin, die an einem einzigen Tag viel Heiterkeit und Freude nach St. Hildegard gebracht hat. Sie wird den Schülerinnen aller Altersstufen lebhaft in Erinnerung bleiben – und ist ein Beispiel dafür, dass „St. Hildegard noch viel mehr“ ist „als Schule, Ulm und Bonlanden“, wie der Schulleiter der Realschule den Vortag von Schwester Graciela begeistert zusammenfasste.

Schwester Graciela bedankte sich für die eifrige Unterstützung des Projektes „Regenbogen des Lebens“, das im letzten Schuljahr Schwerpunkt der Missionsarbeit war. Am 11.11. beginnt mit einem Flohmarkt an der St.-Hildegard-Realschule die Unterstützung eines Projektes in Brasilien.

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Begrüßung in der Realschule Tanz "Unsere Liebe Frau"Begrüßung im Gymnasium
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Schülerinnen im GymnasiumTanz vor den FensternSegenswünsche
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 Tanz "Regen"  Die BitteDankbarkeit
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Einladung... ...zum TanzenMit den Grundschülerinnen

 

Bilder: I.Schrade/ Schwester Christine

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19.11.2013; 18:17:28 Uhr - Dieser Artikel wurde bereits 3185 mal angesehen.