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St. Hildegard nimmt an Studie der Universität Tübingen teil

anschluss

Die Mädchenrealschule St. Hildegard nimmt momentan an der Studie der Universität Tübingen „Die Nutzung von Öffnungsoptionen in Bildungssystemen - ein binationaler Vergleich zwischen der Schweiz und Deutschland“ teil.

In dieser Untersuchung wird erforscht, welchen weiteren Bildungsweg Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg und der Schweiz nach der 9. und 10. Klasse einschlagen. In diesen Regionen unterscheiden sich die Schulsysteme durch sehr unterschiedliche Schulformen und dadurch, dass der Wechsel von einer Schulform in die nächste zu unterschiedlichen Zeitpunkten stattfindet. Unter Leitung von Prof. Dr. Ulrich Trautwein untersucht die Universität Tübingen, welche Schülerinnen und Schüler sich für welchen schulischen oder beruflichen Weg entscheiden und warum. Dafür soll erhoben werden, welche Kenntnisse Schülerinnen und Schüler über die Möglichkeiten des Schulsystems zur Erreichung höherer Qualifikationen bzw. dessen Durchlässigkeit besitzen. Hierbei werden auch die grundlegenden Unterschiede zwischen den Schulsystemen berücksichtigt. Bislang wird vermutet, dass dabei nicht nur die schulischen Leistungen eine Rolle spielen, sondern auch Faktoren wie berufliche Interessen, Motivation oder Anstrengungsbereitschaft. Die Befunde der Studie werden momentanes Steuerungswissen zur strukturellen Gestaltung des Übergangs von der Sekundarstufe I in spätere Ausbildungsgänge ergänzen.

Die Koordinatorin der Untersuchung und Mitarbeiterin von Professor Trautwein, Dr. Katharina Lambert, freute sich, dass sich auch eine reine Mädchenschule an der Untersuchung beteiligt. Sie unterstrich im Gespräch das Ziel der Studie: „Sie wird dazu beitragen, noch mehr über die Stärken und Schwächen unseres Schulsystems zu erfahren. Dies soll dabei helfen, allen unseren Kindern einen guten Start in ihr Berufsleben zu ermöglichen.“ 

St. Hildegard besitzt für die 8. und 9. Klassen ein bewährtes Konzept, sich über die Möglichkeiten verschiedenster Ausbildungsgänge und schulischer Anschlüsse ein fundiertes Bild zu machen. Schulleiter Dr. Thomas Hanstein sieht in der Möglichkeit, sich an einer so breit angelegten Untersuchung zu beteiligen, „eine einzigartige Chance“, das, was nach der BORS-Woche, den Bewerbertrainings, den Beratungsgesprächen mit der Agentur für Arbeit, den Kontakten zu den Ausbildungsbotschafterinnen und vielem mehr stattgefunden hat, „nochmals individuell zu reflektieren“.  Denn das aktuelle Schulsystem denke noch immer „zu sehr abschluss- anstatt anschlussbezogen“.

Berufsorientierung bildet neben Mädchenbildung und religiös-sozialem Profil eine tragende Säule von St. Hildegard.

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07.05.2014; 18:01:23 Uhr - Dieser Artikel wurde bereits 2118 mal angesehen.