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Konzertreihe an St. Hildegard

                    Die Oboistin Elisabeth Wieland und der Pianist Piotr Kaczmarczyk geben ein glanzvolles Konzert

 

An St. Hildegard ist es nicht ungewöhnlich, dass ehemalige Schülerinnen ihrer „alten“ Schule ab und zu einen Besuch abstatten. Dass sie aber, inzwischen in ihrem Beruf arriviert, dort ein Konzert geben, ist dann doch eher die Ausnahme.

Elisabeth Wieland, die 2001 an unserem Gymnasium ihr Abitur ablegte, gab am 7. Mai in der Aula des Schulzentrums St. Hildegard ein glanzvolles Konzert.

Wieland, geboren in Ulm, studierte Oboe u.a. bei Thomas Indermühle, einem der bedeutendsten deutschen zeitgenössischen Oboisten. Sie spielte bereits in höchst renommierten Orchestern, z.B. beim WDR-Sinfonieorchester Köln, dem Staatsorchester Stuttgart und bei den Berliner Philharmonikern. Zur Zeit ist die diplomierte Konzertsolistin - wie ihr Kollege Piotr Kaczmarczyk, der sie am Flügel begleitete,- am Theater Augsburg engagiert.

„Ich bin beeindruckt von der neuen Schule“, sagte Wieland bezüglich der Umgestaltung des Hildegard-Schulzentrums, sie erinnere sich aber noch gerne an den Charme der alten Räume und vor allem an den Süßigkeiten-Automat im Keller, erzählte sie charmant.

An diesem Abend spielte sie auf drei verschiedenen Oboen: Oboe, Englischhorn (in f stehend), und Oboe d'amore (in a stehend). Diese Instrumente, die häufig Trauer und Leid, immer wieder aber auch freudige Empfindungen ausdrücken, sind höchst kompliziert aufgebaute Blasinstrumente, die als schwer zu spielen gelten. Und Wieland beherrscht sie virtuos, entlockt ihnen – scheinbar mit Leichtigkeit – samtige, ausdrucksstarke Töne in höchster Perfektion.

Zunächst boten Wieland und Kaczmarczyk eine Sonate von Mozart, es folgten Stücke von Benjamin Britten, Robert Schumann und Paul Hindemith.

Kaczmarczyk, der Wieland präsent, aber stets zurückgenommen, souverän am Flügel begleitete, führte in die jeweiligen Werke ein und vermittelte dem Publikum mit kleinen Anekdoten einen erklärenden Rahmen.

Die Reihe „Konzerte in St. Hildegard“, in denen immer auch der neue Flügel im Mittelpunkt steht, wird in lockerer Reihe fortgesetzt.

Wir danken den beiden Musikern für einen außergewöhnlichen Konzertabend!

 

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