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Physik-Weltcup-Finale

„Jedes Team hat sein bestes Projekt gezeigt“

Letzter Tag des Physik-Weltcups in der Hitze Thailands. Gelassen sah das deutsche Team um Kapitänin Sina Hartung aus Ulm dem Finale entgegen. Denn die Fünf mussten nicht - wie zu Beginn des Wettbewerbs schon ein wenig gehofft - dieses Jahr um den Physik-Weltcup-Titel vor breitem Publikum antreten. Mit den besten Ergebnissen aus der Vorrunde standen sich dieses Jahr Polen, China und Singapur gegenüber. Die Teams durften sich ihre Vortragsthemen selbst aussehen. „Da jedes Team sein bestes Projekt vorstellen konnte, fand ich es ein spannendes Finale", sagt Sina.

Polen startete stark mit einer rundum runden Präsentation des Luftstroms zwischen zwei miteinander gekoppelten Luftballonen. China dagegen enttäuschte, da ihr Vortrag über eine rotierende, hauchdünne Schicht aus Seifenlauge eher durchschnittlich war. Blieb Singapur, die sich der teils chaotischen Bewegung eines Pendels in einem wechselnden Magnetfeld widmeten. Schon zuvor favorisiert entschied Singapur diesen finalen Dreikampf für sich. Es folgte Polen auf Platz 2 und abgeschlagen die Chinesen auf Rang 3. „Einzelne Bewertungen waren nicht so gerecht. Wie die teils wenigen Punkte für China", sagt Sina. Aber im Durchschnitt gehe das Ergebnis schon in Ordnung. „Singapur hatte in der Vorrunde schon eine tolle Leistung gezeigt", ergänzt die junge Physikerin.

Auch wenn Sina und ihre Truppe es dieses Jahr nicht in die Finalrunde geschafft haben, freuten sich alle fünf über Platz 13 und eine Bronzemedaille. Abends galt es, diesen Achtungserfolg mit den anderen Teilnehmern aus aller Welt noch tüchtig zu feiern. Viele Teams präsentierten sogar landestypische Tanz- oder Gesangseinlagen. Korea schaffte es mit seiner Version vom „Gangnam Style" fast alle von den Stühlen zum Mittanzen zu reißen.

Mit dem rauschenden Fest endete der IYPT-Physik-Weltcup 2015 mit einem Favoriten als Champion. Nächstes Jahr werden die Jungphysiker aus zahlreichen Staaten wieder gegeneinander antreten. Die Wahl für den kommenden Austragungsort fiel auf Jekatarinburg in Russland. Sina wird daran leider nicht mehr teilnehmen können. Denn sie möchte nach Abschluss der Schulzeit nun Mathematik studieren. Auch dann locken internationale Wettbewerbe im ähnlichen Stil wie der IYPT- Physik-Weltcup.



07.07.2015; 08:55:41 Uhr - Dieser Artikel wurde bereits 1714 mal angesehen.