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Den Zeitungsmachern über die Schulter geschaut

2016_06_22_swp8Am Mittwoch, den 22.6., besuchte die Klasse 4 im Rahmen des Schulprojektes "Wir lesen" das Pressehaus der SWP. Sie bekamen dort eine Führung von Frau Krischeu und sahen das historische Gebäude, die älteste Zeitung und schauten den Redakteuren unterschiedlicher Ressorts über die Schulter. Die 28 Schülerinnen erfuhren, wie eine Zeitung entsteht. Danach beantwortete ihnen Frau Krischeu noch ein paar Fragen. Herzlichen Dank dafür.

Interview mit Frau Krischeu, Teamassistentin Bildungsprojekte der SÜDWEST PRESSE

Cécile: Ist das, was in der Zeitung steht, wahr?
Krischeu: Zunächst einmal darf in der Zeitung nicht gelogen werde. Ganz selten kann es vorkommen, dass der, von dem die Information kommt, nicht die Wahrheit gesagt hat. Damit das nicht passiert, müssen wir sorgfältig recherchieren und möglichst viele Leute dazu fragen und Informationsquellen nutzen. Wir müssen uns darauf verlassen können, dass das, was uns gesagt wird, auch stimmt. Um auszuschließen, dass man uns die Schuld gibt, gibt es einen Trick: Wir sagen dann nicht, „das ist so“, sondern „der und der hat gesagt, dass das so ist“.

Cécile: Wie viele Menschen arbeiten im Medienhaus?
Krischeu: Im Medienhaus Ulm arbeiten ungefähr 450 Menschen, davon etwa 130 in der Redaktion.

Cécile: Wie lange muss man arbeiten?
Krischeu: Wir haben hier eine 35 Stunden-Woche, bei einer 5-Tage-Woche sind das am Tag 7 Stunden. Die Pausen kommen extra obenauf.

Cécile: Woher kommen die Informationen?
Krischeu: Korrespondenten, Eigenrecherche vor Ort, Internet, elektronische Medien, Printmedien, Agenturen, Pressemitteilungen.
Das „Wetter“ kaufen wir fertig ein. Die Veranstaltungshinweise (Termine) schicken uns Vereine, Schulen und andere. Unsere Redaktionssekretärinnen stellen sie auf die Infoseite. Die Polizei hat eine eigene Pressestelle, die auswählt, was an die Öffentlichkeit gelangen darf und was nicht. Von ihr bekommen wir täglich Polizeiberichte.

Cécile: Macht Ihnen Ihre Arbeit Spaß?
Krischeu: Aber ja! Es ist zwar manchmal anstrengend, aber es ist ein sehr vielfältiger Beruf, der nie langweilig wird. Wir betreuen ja noch unsere anderen Bildungsprojekte „Wir lesen mini“ für Vorschüler und „Wir lesen intensiv“ für Schüler ab der 8. Klasse. Es kann also sein, dass wir uns noch einmal begegnen werden, wenn eure spätere Schule und Klasse dort mitmacht. Und dann haben wir noch das Projekt „Wir lesen täglich“, das das ganze Jahr über läuft. Da schenken Paten den Schulen Zeitungsabos. Diese Zeitungen können dann von allen Schülern in der Schule gelesen werden. Sogar für eine Leseecke sorgen wir, wenn die Schule sich dafür bewirbt.

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Bilder: rie

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26.07.2016; 23:55:36 Uhr - Dieser Artikel wurde bereits 2158 mal angesehen.