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Tag der Freien Schulen: Besuch von Herrn Martin Rivoir, Landtagsabgeordneter

Am Freitag, den 20. November 2015, war der Tag der Freien Schulen in Baden-Württemberg. An diesem Tag sind die Landtagsabgeordneten Baden-Württembergs dazu eingeladen, die Freien Schulen in ihrem Wahlkreis zu besuchen und eine Unterrichtsstunde nach einem selbstgewählten Thema zu gestalten. Dies erlaubt den Politikern Einblick in die Freien Schulen, den Schülerinnen (und Schülern) wird der direkte Kontakt mit den Abgeordneten ermöglicht und Einsicht in die Landespolitik gewährt.

Die Jahrgangsstufe 2 des Gymnasiums durfte sich statt Deutsch und Georg Büchner über eine Politikstunde freuen. Herr Rivoir schilderte den Schülerinnen, wie sich sein politisches Interesse entwickelt hat. Der Landtagsabgeordnete wurde durch die Atomkraftdebatte der 80er-Jahre dazu bewegt, selbst in der Politik aktiv zu werden.

Er trat der SPD bei und ließ sich vor 26 Jahren für den Ulmer Gemeinderat aufstellen. Er schaffte den Einzug in den Gemeinderat und hatte verschiedene Ämter inne, die mit seinem erlernten Beruf, Diplom-Ingenieur für Elektrotechnik, zusammenhingen.

Schwierig wurde es mit der Zeit, Hobby und Beruf miteinander zu vereinbaren. Er gab seine Arbeit als Ingenieur bei AEG auf und widmete sich komplett seinem Hobby, der Kommunalpolitik. 2001 wurde Herr Rivoir für den Landtag nominiert und seit drei Legislaturperioden ist der Ulmer Politiker nun schon in Stuttgart als Abgeordneter tätig. Anfangs hatte seine Partei Schwierigkeiten gewünschte Projekte umzusetzen. Doch seit die SPD mit den Grünen die Regierung bildet, ist es ihm nun möglich, Projekte im eigenen Wahlkreis anzugehen. Martin Rivoir setzte sich so unter anderem für den Bau neuer Räume für die Ulmer Hochschule ein. Dies konnte er mit Hilfe der richtigen Kontakte umsetzen und in naher Zukunft wird der Spatenstich erfolgen.

Nachdem der Landtagsabgeordnete von seiner Arbeit berichtet hatte, durften wir Herrn Rivoir Fragen stellen.

Viele Fragen der Oberstufenschülerinnen drehten sich um die Anschläge in Paris. So war eine Schülerin darüber besorgt, ob man sich auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt sicher fühlen könne und welche Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden sind. Laut Martin Rivoir sei nicht mehr Polizei auf dem Markt unterwegs als gewöhnlich und am Stadthaus seien zudem Kameras angebracht. Eine weitere Schülerin bat den Politiker um Stellungnahme zu den neu eingeführten Grenzkontrollen.

Auch die Regionalpolitik war Anlass für uns Schülerinnen, die Gelegenheit zu nutzen, um den Ulmer zu befragen. Zur aktuellen Flüchtlingsdebatte konnte uns Martin Rivoir auf kommunaler wie landesweiter Ebene Einblick in die Flüchtlingspolitik und die aktuelle Lage geben. Auch die Ulmer Kultur kam zur Sprache, denn eine Schülerin fragte, welche Verbesserungen, das Ulmer Theater betreffend, möglich seien.

Es war uns eine große Freude, den Landtagsabgeordneten Herrn Martin Rivoir als unseren Gast begrüßen zu dürfen und dass dieser uns Rede und Antwort stand.

Elena Weber, Gloria Schwarz, Jannica Rieder, alle JS2