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GK Landtagsrollenspiel

Wir, die Klasse 9c, trafen uns erwartungsvoll in N 205 und fingen auch gleich nach der Einführungsrede der Referentinnen von der Landeszentrale für politische Bildung, die diesen Tag organisierten, mit einem Quiz an. Alle Fragen bezogen sich auf den Landtag. So konnten wir altes Wissen auffrischen und neue Sachen lernen. Danach ging es auch schon mit dem Planspiel los, ein Rollenspiel, welches die Realität stark vereinfacht, wobei der Ausgang des Spiels immer offen bleibt.

Das Szenario wurde uns erklärt und war folgendermaßen:

Es gab vier fiktive Parteien, die PCD, PÖD, PSD, PLD. Wir waren alle Einwohner der mittelgroßen Stadt Uhringen oder lebten im Umkreis. Hier gibt es nur sehr schlechtes Internet und nur noch wenige Jugendliche leben dort, weil die Hochschule geschlossen wurde. Die PLD wird traditionell am häufigsten gewählt, bildet jedoch die kleinste Landtagsfraktion. Freiheit und Verantwortung sind die Ausgangspunkte ihrer Politik. Als das erklärt war, besprachen wir die Stellung der Partei zu bestimmten politischen Themen, z. B. Bildungs-, Wirtschafts- und Flüchtlingspolitik.

Wir sollten eine Nominierung zur Wahl des Landtagsabgeordneten der PLD für den Wahlkreis Uhringen abhalten.

Jede von uns bekam einen Zettel mit dem Steckbrief der Person, in deren Rolle wir schlüpfen sollten. Es gab erste und zweite Wahlkandidaten, Mitglieder von Vorfeldorganisationen, Parteimitglieder, einen Kreisvorsitzenden sowie einen Schriftführer. Nach kurzer Zeit hielten wir eine Mitgliedsversammlung ab, bei der sich jede Schülerin vorstellte. Hier war die Aufgabe herauszufinden, wer dieselben politischen Meinungen und Interessen hatte wie man selber. Dann sollten sich Erst- und Zweitwahlkandidaten zusammensetzen und sich die Interessen und Schwerpunkte der Vorfeldorganisationen anhören. Danach ging es auch schon mit dem Wahlkampf los.

Jeder der Erstwahlkandidaten hielt seine Rede, in der gesagt wurde, was einem wichtig ist und was man erreichen wollte. Alle anderen machten sich Notizen und überlegten, wer am ehesten ihre Interessen vertreten würde.

Jetzt bekamen alle die Wahlzettel, die wir ausfüllen sollten. Letztendlich wurde dann Martin Schneider als Landtagskandidat gewählt. In der abschließenden Evaluationsrunde, bei der wir sagen sollten, wie uns der Tag gefallen hat, wurde klar, dass es ein gelungener, lustiger und lehrreicher Tag war.

 

Marie Stander, 9c