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Kammermusikreihe an St.Hildegard

Eine musikalische Sternstunde mit dem  Ensemble „Tre Colori“   

„Tres lindas Cubanas“ - dieser Titel eines der Stücke, die die drei Musikerinnen des Stuttgarter Ensembles „Tre Colori“ mit ihren Holzblasinstrumenten am 10. Mai 2016 in der Aula des Schulzentrums St. Hildegard zur Aufführung brachten, war fast schon Programm. Es sind zwar nicht „Drei hübsche Kubanerinnen“, die hier spielen (in der Tat ist nur eine Solistin aus Kuba), aber die drei jungen Frauen sind sowohl optisch als auch musikalisch außergewöhnliche Erscheinungen.

Mit verschiedenen „Tänzen“ aus unterschiedlichen Zeitepochen gestalteten sie den ersten Teil des Abends. Charmant führten die Musikerinnen selbst durch das vielfältige Programm und boten ein klangliches Erlebnis von erstaunlicher Homogenität, das immer wieder ihre Lust am harmonischen Experiment unter Beweis stellte.

Zusammengefunden haben sie sich in Stuttgart. Da ist zunächst Elisabeth Wieland (Oboe), eine ehemalige St.-Hildegard-Schülerin, die in Karlsruhe und Hannover Oboe studierte und deren Vita bereits das Spiel in renommierten Orchestern (Berliner Philharmoniker, Staatsorchester Stuttgart) verzeichnet. Carelys Carreras spielt die Klarinette. Sie ist in Havanna auf Kuba geboren und aufgewachsen. Auf Einladung von Claudio Abbado kam sie nach Europa und studierte in Wien und Berlin. Heute arbeitet sie als Solistin in zahlreichen namhaften Orchestern. Das Fagott spielt Arlette Probst. Sie stammt aus der Schweiz  und arbeitete z.B. mit der Basler Sinfonietta, den Nürnberger Symphonikern oder an der Oper in Zürich.

Nach der Pause wurden aus drei dann „Fünf Farben“:  Zu Mozarts Quintett in Es-Dur (KV 452) kamen Nadja Helble am Horn und Enikö Heckel am Flügel hinzu. Die fünf Frauen harmonierten perfekt, und vor allem der satte Klang des Horns fesselte das Publikum, das für diesen außergewöhnlichen Genuss kräftigen Beifall spendete.

Fünf Musikerinnen aus verschiedenen Ländern bewiesen wieder einmal, dass Musik vereint, Grenzen überwindet, und dass sie klangliche „Farben“ im Kopf der Zuhörer erzeugen kann, die beseelen.

 

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Bilder: Carina Borcherding (SMV)

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