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Wien-Fahrt des Musik-Kurses (27.4.-30.4.2017)

Am frühen, verregneten Donnerstagmorgen des 27. April trafen wir, der vierstündige Musik-Kurs, mit einer bescheidenen, aber lauten Zahl von zwölf Mädels uns mit unserem Lehrer Herrn Kerstner in der Wartehalle des Ulmer Hauptbahnhofs, um uns auf eine Reise nach Wien zu begeben. Erstaunlicherweise hatte unsere allseits geliebte Deutsche Bahn keine Verspätung. Nach dem ersten Umstieg in München sollte es weiter nach Salzburg gehen. Jedoch hatten wir die fantastische Gelegenheit Bad Endorf, einen kleinen Ort im tiefsten Bayern, eine ganze Stunde von einem stehenden Zug aus zu betrachten. Zudem regnete es wie aus Eimern. Um etwa 17.30 Uhr kamen wir endlich in Wien an und sahen uns noch am selben Abend den Stephansdom und das Mozarthaus an. Danach gingen wir essen. Manuela wurde vom angeblich italienischen Kellner mit „Knotschii“ bedient und Emilia war so vom Service begeistert, dass sie sich kurzerhand entschloss, dem Kellner ein Trinkgeld von 40 Euro zu geben.

Am nächsten Tag stand vor allem die Musik im Vordergrund. Im Rahmen einer Führung durch die „Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Wien“ hatten wir die Möglichkeit, dem selbst komponierten, modernen Stück einer Studentin zu lauschen, bei dem sich der Fagottist so intensiv in das Stück hineinlebte, dass viele (beziehungsweise alle, inklusive Herrn Kerstner) das Stück nicht verstehen konnten und es als „unbeschreiblich“ empfanden. Danach gingen wir ins Konzerthaus zu einer öffentlichen Probe der Wiener Philharmoniker. Wir hörten eine Sinfonie von Bruckner, danach eine von Mozart.

Am Samstag Vormittag besuchten wir den Zentralfriedhof, der, wie der Name vermuten lässt, eigentlich keine zentrale Lage genießt. Dort liegen unter anderem Beethoven, Strauß, Brahms, Udo Jürgens und Falco begraben. Den Nachmittag hatten wir frei, um die Stadt zu besichtigen und uns für die Oper schick zu machen. Wie es das Schicksal so wollte, fielen auch dieses Mal einige Bahnen aus, sodass wir unser „Daily Workout“ ganz sportlich in hohen Schuhen auf dem Weg zur Volksoper erledigten. Die „Zauberflöte“ von W.A. Mozart war das absolute Highlight der Reise, vor allem die Rachearie der Königin der Nacht hatte es uns angetan. Zum krönenden Abschluss gingen wir noch alle zusammen Pizza essen. Pia hatte endlich die Gelegenheit, sich ein Gläschen Wein zu bestellen, davon schwärmte sie schon seit Wochen. Liz hatte nach bereits zwei Nächten im Hotel auch keine Angst mehr, die Mafia könne in ihr Zimmer einbrechen, während sie schläft.

Zutiefst betrübt über unsere Abreise, trotteten wir am Sonntag, unsere vollbepackten Koffer ziehend, bei schönstem Sonnenschein zum Hauptbahnhof. Dieses Mal hatten wir mehr Glück mit der Bahn. Insgesamt hat uns die Reise sehr gut gefallen und wie empfehlen jedem, Musik vierstündig zu wählen, um nach Wien fahren zu können!

Ein großes Dankeschön geht an Herrn Kerstner und seine Nerven aus Stahl!

 

Sophia Blumer, JS1