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Von Feen, Trollen und Blaubeeren im Naturschutzgebiet – das Trio „Islandtief“ gastiert an St. Hildegard

islandtief1Für die Sopranistin Hlín Pétursdóttir Behrens war es bereits das dritte Mal,
dass sie an St. Hildegard auftrat, aber diesmal kam sie in Begleitung der Musiker Iris Kramer (Flügelhorn, Trompete) und Hrólfur Vagnsson (Akkordeon) – zusammen bilden sie das Trio „Islandtief“.

„Wir sind anderthalb Isländer und anderthalb Hamburger“, erläuterte Pétursdóttir Behrens in ihrer charmanten Moderation und erzählte, dass Vagnsson derzeit als Tonmeister in Hamburg arbeitet und Kramer vor längerer Zeit die erste Frauen-Bigband in Deutschland gegründet hat.

Und dann begann die musikalische Reise durch Island und Skandinavien, und das Trio bot romantische Lieder und jazzige Stücke. „Wenn wir Nordlichter etwas haben, dann ist das die Melancholie“, bemerkt die Sopranistin, und ihre Lieder evozieren die spektakuläre Landschaft ihres Heimatlandes, geprägt durch karge Flächen, Vulkane und Geysire, durch Stürme und Regen. Aber gerade da ist es schön, wenn die Menschen in den warmen Häusern zusammenrücken und sich gegenseitig Geborgenheit schenken.

Blaubeeren und Rhabarber seien die einzigen Obstsorten, die man auf Island findet, und so sei eine Kiste duftender Äpfel aus Europa schon etwas Besonders, erzählt Iris Kramer, die während eines Teils des Jahres im Naturschutzgebiet „ganz links oben“ auf der Insel für ein paar Monate im Sommer ein kleines Gasthaus betreibt.

Mit Liedern aus Brasilien und Frankreich wurde der zweite Teil des Abends ergänzt.

Souverän beherrschten Kramer und Vagnsson ihre Instrumente, und der klare Sopran Pétursdóttirs bezauberte die Zuhörer. Das Publikum forderte gleich mehrere Zugaben und zollte der Leistung der drei Musiker somit großen Respekt.

Wir danken Herrn Ernst Kerstner für die Organisation dieses herausragenden musikalischen „Leckerbissens“!

mili

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09.11.2018; 20:50:20 Uhr - Dieser Artikel wurde bereits 126 mal angesehen.