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Kongregation der Franziskanerinnen von Bonlanden

Träger der Kath. Freien Mädchenschule St. Hildegard Ulm

Von den Anfängen bis heuteBonlanden1

Die Initiative für die Gründung des Klosters ging 1854 von Faustin Mennel aus Roggenzell im Allgäu aus. Als junger Theologe und Pfarrer hatte er die gesellschaftlichen Herausforderungen seiner Zeit mit wachem Blick wahrgenommen, wollte jedoch nicht in der Rolle des Zuschauenden verharren, sondern aktiv Not lindern.
Unerschütterlich in seinem Glauben, in fester Überzeugung vom Gelingen seines Vorhabens, ermutigt und unterstützt durch Menschen seiner Umgebung, erwarb Faustin Mennel einen Hügelvorsprung im Illertal am Rande des Ortes Bonlanden — heute Gemeinde Berkheim, Kreis Biberach an der Riß —, um dort in Verbindung mit einem Frauenkloster eine Erziehungs- und Bildungseinrichtung für Mädchen und junge Frauen aufzubauen. Diesen Weg wählte er, weil damals gerade Frauenklöster einen unverzichtbaren Beitrag in allen Bereichen sozialer Arbeit zu leisten vermochten.

Im Sinne eines nachhaltigen Beitrags zur gesellschaftlichen Entwicklung engagierte sich die wachsende Ordensgemeinschaft dafür, Frauen einen Zugang zu sinnvoller Lebensperspektive zu schaffen und insbesondere Mädchen die Möglichkeit zu Bildung und Erziehung zu eröffnen. Das Bonlander Franziskanerinnenkloster mit seinem Institut war geschätzt und in Fachkreisen von Beginn an bekannt für seine reflektierte, hohe Qualität von Lehre und Erziehungsarbeit, verbunden mit einer flexiblen und bedarfsgerechten Ausgestaltung der jeweiligen Curricula.

Im Jahr 2009 wirken Franziskanerinnen von Bonlanden an 40 Orten im In- und Ausland. 19 der derzeit 20 Schulen in eigener Trägerschaft sowie 5 Kinder- und Jugendtagesstätten befinden sich in Lateinamerika und bieten nahezu 20 000 Kindern und Jugendlichen eine ausgezeichnete Schulbildung und zudem einen Lebensraum für ihre menschliche Entwicklung.

Ihren ursprünglichen Arbeitsschwerpunkt in den Bereichen Bildung und Erziehung haben die Franziskanerinnen von Bonlanden — wiederum antwortend auf die Zeichen der Zeit — ergänzt durch Angebote für alte und pflegebedürftige Menschen.

Das einst dem Gründungskloster Bonlanden angegliederte Institut ist inzwischen zum Tagungs- und Gästehaus umgestaltet und u. a. um ein großes Museum mit Krippen aus aller Welt erweitert worden.
Zu den bevorzugten Zielgruppen zählen nach wie vor Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die hier im Rahmen von außerschulischen Angeboten oder in Seminaren mit ihren Ausbildungskursen adäquate Erfahrungsräume finden. Ihnen und allen anderen Gastgruppen, aber auch Erholung suchenden Einzelgästen, stellt die Ordensgemeinschaft ihre vielgestaltige Lebenswelt mitten in schönster Naturlandschaft bereit und trägt durch ihre Beziehungen und Kontakte dazu bei, dass auch Brücken geschlagen werden in andere Länder, zu anderen Menschen und Kulturen.



06.09.2012; 12:00:56 Uhr - Dieser Artikel wurde bereits 3768 mal angesehen.