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Studienfahrt 2011 nach London

‘When a man is tired of London, he is tired of life; for there is in London all that life can afford.’— Samuel Johnson

Aber wir 14 Schülerinnen und unsere zwei begleitenden Lehrerinnen Mrs. Maier und Frau Schorer-Ruß waren kein bisschen ’tired of London’. Im Gegenteil: auch nachdem unser Flug am 19. September 2011 von Stuttgart nach London Heathrow dank technischem Defekt erst eine Stunde verspätet startete, waren wir bei unserer Ankunft voller Begeisterung für diese Stadt. Nach kurzer Pause und Frisch-Machens nach dem Flug stand die erste Kontaktaufnahme mit London an, trotz abermaliger kleiner Probleme. Anscheinend hatte das Studentenwohnheim, das übrigens all unsere Erwartungen übertraf, mit einer „männlicheren“ Gruppe gerechnet. Beinahe die Hälfte unserer Unterlagen war für Mister… ausgestellt.Nach allgemeiner Erheiterung fuhren wir mit der Londoner Underground in Richtung Big Ben, besuchten Chinatown und andere wichtige Sehenswürdigkeiten. Auch aufgefallen sind uns die vielen Marks & Spencer-Filialen, die in London wie Pilze aus dem Boden schießen. Das mag daran gelegen haben, dass wir die Sandwiches aus Marks & Spencer in den kommenden Tagen zu unserem Hauptnahrungsmittel machten.Während der Fahrten mit der U-Bahn bekamen wir durch Mrs. Maier eine kurz gefasste Einführung in die Kunst des Tubefahrens. Wir konnten nach kurzer Zeit und einigen Abenteuern in der U-Bahn alle Ansagen schon auswendig mitsprechen. Sprüche wie: ’This is a Picadilly line service to Cockfosters. This is South Kensington. Please mind the gap between the train and the platform!’ haben sich bei uns ins Gedächtnis eingebrannt.In den nächsten Tagen besuchten wir Choral Services in Westminster Abbey, sowie in der St. Paul’s Cathedral. Selbst wenn Engländer in der Regel eine wunderbare Aussprache haben, in der Kirche scheinen sie all ihre Kenntnisse zu vergessen und alle Lieder hören sich wie ein einziger englischer Plumpudding an.Wir gingen im Harrods shoppen, ein Muss für ein Mädchen in London. Auch wenn man sich hauptsächlich aufs Windowshopping begrenzen muss, da „Frau“ sich bei solchen Preisen meist nicht mal einen Bleistift leisten kann. Das London Eye und eine Themse Bootsfahrt durften natürlich auch nicht fehlen. Während der Bootsfahrt mussten wir allerdings feststellen, dass ein Körnchen Wahrheit in den Geschichten vom „englischen Wetter“ steckt. Unsere Gruppe beschloss sich in das warme Innere des Bootes zurückzuziehen und die Stadt durch die Fensterfront zu bestaunen. Selbst ’the changing of the guards’ am Buckingham Palace ließen wir nicht aus.Natürlich durfte die Kultur auch nicht zu kurz kommen. In Shakespeare’s Globe Theatre sahen wir uns ’The Globe Mysteries’ an, im Phoenix Theatre das Musical ‘Blood Brothers’ und auch das Tate Modern wurde von uns unsicher gemacht. – Wir waren durchweg begeistert.In der restlichen Freizeit wurde weiter “drauf los besichtigt“. Von Madame Tussaud‘s, der M&M’s world über das Hard Rock Cafe bis hin zum Bahngleis 9¾, man muss alles mal gesehen haben. Alles in allem war die Studienfahrt nach London ein voller Erfolg. Ein echter Geheimtipp für diejenigen, die im nächsten Jahr an der Reihe sind.Ich spreche im Namen der ganzen Gruppe, wenn ich sage, dass wir diese Woche nicht so schnell wieder vergessen werden. An dieser Stelle noch ein herzliches Dankeschön an die beiden Lehrerinnen Mrs. Maier und Frau Schorer. We hope, we can return to London one day.

 

Regina Fürsich, JS2



14.11.2012; 16:38:15 Uhr - Dieser Artikel wurde bereits 1750 mal angesehen.