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Unser Realschulaufsetzer am Gymnasium St. Hildegard

 

An unserem Schulzentrum bieten wir einen 8- und einen 9-jährigen Weg zur Allgemeinen Hochschulreife an, denn neben dem 8-jährigen Zug des Gymnasiums besteht seit dem Schuljahr 2012/13 die Möglichkeit, nach dem erfolgreich abgeschlossenen Besuch der Realschule über den Realschulaufsetzer in die reguläre Oberstufe des Gymnasiums aufgenommen zu werden. Wir bieten damit eine Alternative zu beruflichen Gymnasien. Im Gegensatz zu diesen jedoch halten sich die Schülerinnen bei uns alle Möglichkeiten der späteren Kurswahl in den Jahrgangsstufen offen, da keine Spezialisierung auf ein Fachgebiet erforderlich ist; die Kernfächer im Realschulaufsetzer sind Deutsch, Mathematik und Englisch.

Ein  Vorteil für die Schülerinnen am Schulzentrum St. Hildegard besteht darin, dass kein Schulwechsel nötig wird und somit durch das bewährte Profil der katholischen freien Mädchenschule weiter getragen werden. Außerdem stehen die Lehrerinnen und Lehrer der abgebenden und aufnehmenden Schulart in engem Kontakt, wodurch ein möglichst nahtloser, sanfter und auf spezifische Bedürfnisse angepasster Übergang garantiert wird. Natürlich heißen wir auch Schülerinnen anderer Realschulen gerne willkommen.

Wir unterrichten die ehemaligen Realschülerinnen nicht in gesonderten Kursen, sondern integrieren sie nach dem Jahr im Realschulaufsetzer in die Oberstufe unseres Gymnasiums, wodurch Schülerinnen von Schülerinnen durch Austausch der unterschiedlichen Erfahrungen voneinander lernen können. Damit die Eingewöhnung im gymnasialen Teil unseres Schulzentrums leichter fällt, nehmen die Schülerinnen des Realschulaufsetzers am Religionsunterricht der 10. Klassen teil und kommen so schon in Kontakt mit den künftigen Mitschülerinnen. Durch ihre Teilnahme an dem in Klasse 10 stattfindendem Projekt „Compassion " erhalten die ehemaligen Realschülerinnen eine zusätzliche Gelegenheit, Erfahrungen mit den bisher gymnasial ausgebildeten Schülerinnen zu teilen, um zu einer Gemeinschaft zusammenzuwachsen, die durch die letzten beiden Jahre der Jahrgangsstufe führen wird.

Französisch-Kenntnisse sind keine Voraussetzung für unseren Realschulaufsetzer. Wer schon Unterricht in dieser zweiten Fremdsprache genossen hat, muss diesen im Realschulaufsetzer  weiterführen und kann in der Oberstufe den vierstündigen Französischkurs belegen und hier eine Abiturprüfung ablegen. Wer die Realschule ohne Französisch durchlaufen hat, muss, um die für das Abitur notwendige zweite Fremdsprache nachzuweisen, sowohl im Realschulaufsetzer als auch in den beiden Jahrgangsstufen vier Wochenstunden Französisch besucht haben.

Wegen der jüngsten Änderungen im Fremdsprachenabitur, wo nun eine Kommunikationsprüfung abgelegt werden muss, wird eine zusätzliche Wochenstunde zur Vorbereitung auf die neuen Anforderungen angeboten.

Da die Realschülerinnen in Mathematik z. T. andere Themen behandelt haben als die Gymnasiastinnen der Mittel- und Oberstufe, findet Mathematik im Realschulaufsetzer fünfstündig statt, um Lücken zu schließen und die reguläre Teilnahme an den Kursen der Jahrgangsstufe sicherzustellen.

Bildende Kunst und Musik sind nicht von allen Schülerinnen der Realschule besucht worden. Um ihnen allen jedoch die Belegung dieser Fächer in den Jahrgangsstufen, evtl. auch als Prüfungsfach im Abitur, zu ermöglichen, werden die beiden Fächer jeweils ein Halbjahr lang im Realschulaufsetzer unterrichtet.

Fächer, die nach dem Ende des Realschulaufsetzers in der Jahrgangsstufe nicht mehr belegt werden, erscheinen mit der Note dieses Jahres im Abiturzeugnis.

Ziel unseres Realschulaufsetzers ist es in erster Linie, die ehemaligen Realschülerinnen mit der Arbeitsweise der gymnasialen Oberstufe vertraut zu machen.

Voraussetzungen für die Aufnahme in den Realschulaufsetzer sind

  • eine schriftlich einzureichende Bewerbung mithilfe des Formblatts mit dem Halbjahreszeugnis der 10. Klasse,
  • ein Vorstellungsgespräch,
  • bisherige gute Leistungen: In den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch ist in zwei Fächern mindestens die Note „gut" und im dritten mindestens die Note „befriedigend" sowie ein Gesamtdurchschnitt aller versetzungsrelevanten Fächer von 3,0 erforderlich.
  • Es finden keine Aufnahmeprüfungen statt. Ausschlaggebend ist das Vorstellungsgespräch und die Rückmeldungen der bisher unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer.
  • Die endgültige Aufnahme erfolgt erst nach Vorlage des Realschulabschlusszeugnisses.


25.10.2018; 14:45:29 Uhr - Dieser Artikel wurde bereits 9350 mal angesehen.