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Bildungspartnerschaft mit Wieland

Bildungspartnerschaft zwischen den Wieland-Werken AG und dem Schulzentrum St. Hildegard begründet                   

„Wer hätte sich vor 30 Jahren vorstellen können, dass sich metallverarbeitende Betriebe um die Ausbildung von Mädchen bemühen?“ Mit dieser Frage wies die Generaloberin der Franziskanerinnen von Bonlanden, Sr. Angelika M. Maiß, in ihrem Grußwort darauf  hin, dass sich die Zeiten geändert haben und eine Kooperation zwischen einer Mädchenschule und einem metallverarbeitenden Betrieb eine erfreuliche Entwicklung ist, die sogar in eine  Bildungspartnerschaft münden kann.

Doch zunächst führten Musiker in den kleinen Festakt ein, der am 12. Mai 2014 in der neuen Aula des Schulzentrums St. Hildegard stattfand. Ernst Kerstner begleitete Ann-Sophie Winter (Sopran) am Klavier, die Mozarts „Veilchen“ zum Besten gab.

Karl Jucker, der geschäftsführende Schulleiter der drei Schularten und Leiter des Gymnasiums, begrüßte die zahlreichen Gäste und wies darauf hin, dass das Gymnasium im Rahmen der „Schüler-Ingenieur-Akademie“, einem Kooperationsprojekt zwischen Gymnasien, Firmen und Hochschulen, schon länger mit den Wieland  Werken kooperiere, die ja zu „Südwestmetall“ gehören, dem Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg, der dieses Projekt unterstützt. Er dankte in diesem Zusammenhang auch seinem Vorgänger Hanns Baum, auf dessen Initiative die   Bildungspartnerschaft zurückgeht.

Ralf Pleier, der Leiter der Ausbildung bei Wieland, drückte seine Freude über die Kooperation aus und verwies darauf, dass er schon mehrfach „leistungsstarke, hoch motivierte Absolventinnen“ aus St. Hildegard bei sich im Betrieb hatte. Er zeigte sich besorgt über den sich abzeichnenden Fachkräftemangel und freute sich darauf, den Hildegard-Schülerinnen, immer an die jeweilige Klassenstufe angepasst,  künftig Einblicke in technische Berufsfelder geben und Angebote zur Orientierung bei der Berufswahl machen zu können.

Der Leiter der Realschule, Dr. Thomas Hanstein, „outete“ sich als ehemaliger Lehrling in der Metallverarbeitung und hatte einen 500 Gramm schweren Hammer mitgebracht, den er als junger Mann über Monate gefeilt hatte. „Ausdauer, Dran-Bleiben und Genauigkeit“ habe er damals gelernt – Eigenschaften, die heute mehr denn je gefragt und keine automatisch männlichen Attribute seien, wie er gegenüber den ca. 40 (freiwillig) zum Festakt gkommenen Schülerinnen beider Schularten betonte. Dies zeige sich im Alltag und in der BORS-Woche der Realschule immer wieder.

Bevor Sr. Angelika Maiß ihre Grußworte sprach, präsentierten Luisa Koschyk an der Querflöte und Lena Stockinger am Klavier Bach/Gounods „Ave Maria“.

Nach einem Grußwort von Herrn Thomas Weise, dem Projektleiter der IHK Ulm, wurde der Kooperationsvertrag feierlich unterzeichnet. „Bildungspartnerschaften unterstützen Schulen in Bereichen, die sie alleine nicht abdecken können“, betonte Weise. „Wir sind offen und bereit für diese Partnerschaft und freuen uns auf die Partnerschaft mit Ihnen“ - so Schulleiter Jucker.

Ernst Kerstner am Klavier und Carolin Christ an der Klarinette boten den musikalischen Abschluss mit „Mélodie et Scherzetto“ von A. Coquard, was mit kräftigem Beifall belohnt wurde.

 

Die Wieland-Gruppe, mit Sitz in Ulm, ist einer der weltweit führenden Hersteller von Halbfabrikaten und Sondererzeugnissen aus Kupferwerkstoffen. Produktionsstandorte sind außer  Deutschland auch in Österreich, Großbritannien, Südafrika, USA, Singapur und China.

Für das Schulzentrum St. Hildegard ist die Zusammenarbeit mit Wieland nicht die erste Bildungspartnerschaft: Auch mit der Volksbank Ulm Biberach, der Akademie für Gesundheitsberufe an der Universität Ulm und der Firma Seeberger wird kooperiert.

Firmen, Dienstleister und Schule – diese Kombination schafft heutzutage gewinnbringende Situationen für beide Seiten!

An St. Hildegard freuen sich alle auf die künftige Zusammenarbeit!

 

mili

 

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