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Fermi-Meisterschaft an der Realschule St. Hildegard

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Die Klasse 6a hat in einem Mathe-Projekt der Referendarin Frau Habik eigene Fermi-Aufgaben entwickelt, die sie den 5. und 6. Klassen unserer Schule in einem Mathematikwettbewerb gestellt hat. Die Gewinnerinnen stehen jetzt fest!

Wie viele Klavierstimmer gibt es in Chicago? Wie viele Autos stehen in einem sechs Kilometer langen Stau? Wie viele Luftballons passen in unser Klassenzimmer? Solche und ähnliche praktische Aufgaben hat Enrico Fermi, italienischer Kernphysiker und Nobelpreisträger, seinen Studenten in den 1940er Jahren gestellt. Sie werden vielleicht denken: „Was soll ich rechnen?“ Oder: „Hier fehlen doch die Zahlen!“ Fermi-Aufgaben sind Aufgaben, die man nicht sofort ausrechnen kann. Es gibt hier nicht die eine richtige Lösung. Junge Menschen müssen stattdessen kreativ sein und eigene Lösungswege suchen – und finden. Dazu muss man Annahmen treffen, begründet schätzen können oder Teilinformationen sammeln und auswerten, um sich der Lösung so weit wie möglich anzunähern.

Im Dezember hat sich die Klasse 6a im Rahmen eines Mathematikprojekts, das die Referendarin Mareike Habik im Rahmen ihrer Lehrerausbildung am Pädagogischen Seminar Schwäbisch Gmünd an St. Hildegard durchgeführt hat, mit viel Eifer und Freude mit Fermi-Aufgaben beschäftigt. Die Schülerinnen haben sich dabei als „Mathematiker“ betätigt und eigene Aufgaben für ihren Wettbewerb entwickelt:

-         Wie viele graue Kreise sind an der Scheibe der Bibliothek zu sehen?

-         Wie viele Liter trinkt ein Mensch in 4 Jahren?

-         Wie viele Personen an unsere Schule haben ein Haustier?

-         Wie viele Zahlen stehen im örtlichen Telefonbuch?

-         Wie viele Ritter Sport Schokoladentafeln passen in ein Klassenzimmer?

-         Wie viel mal blinzelt ein Mensch in einem Jahr?

-         Wie viele Smartphones gibt es an unserer Schule?

Als Fermi-Profis haben die Sechsklässlerinnen Bewertungskriterien erstellt und die eingesandten Lösungen ausgewertet.

Insgesamt haben etwa 70 Schülerinnen der Klassen 5 und 6 der Realschule und des Gymnasiums am Wettbewerb teilgenommen. Die Gewinnerinnen stehen nun fest. Sie wurden von den stolzen Schülerinnen der Klasse 6a mit Medaillen und Urkunden geehrt.

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Schülerinnen der Klasse 6a bei der Verleihung der Medaillen an eine der Siegergruppen (Klasse 5c).

Schulleiter Dr. Hanstein bezeichnete das Projekt als „gelungenes Beispiel dafür, wie mit einer mädchenspezifischen Anleitung übliche Jungendomänen mindestens ebenso attraktiv für Mädchen sein können“. Die bewiesene hohe Kreativität und die Freude an der mathematischen Entfaltung in diesem Projekt bestätigen dies.

Das Schulzentrum St. Hildegard gratuliert den Gewinnerinnen herzlich und bedankt sich bei allen Teilnehmerinnen für die rege Teilnahme am Wettbewerb und die originellen Lösungsvorschläge.


Quellen:
Büchter, A.; Herget, W.; Leuders, T.; Müller, J.-H. (2007a): Die Fermi-Box. Lehrerkommentar. Berlin: Verlag für pädagogische Medien.
Büchter, A.; Herget, W.; Leuders, T.; Müller, J.-H. (2007b): Die Fermi-Box. Berlin: Verlag für pädagogische Medien.



13.03.2014; 09:06:34 Uhr - Dieser Artikel wurde bereits 4054 mal angesehen.