.

Realschule St. Hildegard nimmt an Studie „Lernen aus Fehlern“ teil

Fehler sind Teil von Lernprozessen. Sie informieren über Wissenslücken und können so dem Lernen eine Richtung geben. Um aus Fehlern lernen zu können, genügt es jedoch nicht, Fehler zu machen, sondern es ist wichtig, konstruktiv mit ihnen umzugehen. Wie und unter  welchen Bedingungen das Lernen aus Fehlern gelingen kann, wird derzeit in einem vom Kultusministerium unterstützten Forschungsprojekt untersucht.

Die Klassenstufen 5, 6 und 7 der Realschule St. Hildegard unterstützen den Lehrstuhl für Psychologie der Universität Augsburg bei der Durchführung dieser Studie. Die wissenschaftliche Untersuchung widmet sich dem Umgang mit Fehlern im Unterricht.

Für die Optimierung von Unterricht ist es wichtig zu wissen, unter welchen Bedingungen Schülerinnen das Lernpotenzial von Fehlern nutzen. Dazu sind auch Erkenntnisse darüber erforderlich, wie im Unterricht durch die Lehrkraft wie auch durch die Mitschülerinnen ein fehlerfreundliches Klima geschaffen werden kann. Unklar, für praktische Implikationen jedoch wesentlich, ist auch, ob fachspezifische Unterschiede im Umgang bzw. der Einstellung zu Fehlern bestehen. „Die Schaffung einer positiven Fehlerkultur im Unterricht ist ein aktueller Trend, der ein neues Fehlerbewusstsein von Lehrkräften als auch von ihren Schülerinnen und Schülern verlangt“, so Dr. Maria Tulis-Oswald, Akademische Rätin am Lehrstuhl für Psychologie und verantwortlich für die Durchführung der Studie. „Damit Schüler aber tatsächlich aus ihren Fehlern lernen können, müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein“, betont sie: „beim Schüler selbst, z.B. seiner Einstellung und Motivation, der Klasse, z.B. dem Verhalten der Mitschülerinnen, als auch bei der Lehrkraft, z.B. dem Umgang mit Fehlern in Lernsituationen. Forschungsergebnisse, die diese Voraussetzungen identifizieren, können dann einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung von Lernen und Unterricht leisten.“

Die Schülerinnen beteiligten sich anonym im Rahmen einer Schulstunde in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik. Sobald die Studie ausgewertet ist, erhält die Schule eine inhaltliche Rückmeldung. Diese wird Grundlage zur Reflexion sein, um gegebenenfalls das Unterrichtsklima und die Unterrichtsqualität zu optimieren. Schulleiter Dr. Thomas Hanstein zeigte sich erfreut, dass „bei einem für Schule wie für Lehrer und Schüler grundsätzlich nicht einfachen Thema eine so große Offenheit besteht.“ Und bedankt sich vor allem auch bei den Eltern für ihre Bereitschaft und Unterstützung.



01.03.2015; 20:50:04 Uhr - Dieser Artikel wurde bereits 2102 mal angesehen.