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Compassion 2015

Berichte über das Sozialpraktikum "Compassion"

 

In der Woche vom 26.- 30. Januar stand für uns, die Klasse 10b, das Sozialpraktikum Compassion an.

Bodelschwingh-Schule

Meine Mitschülerin Johanna und ich sind in die Bodelschwingh-Schule in Böfingen für behinderte Kinder gegangen. Um uns ganz auf das Praktikum konzentrieren zu können, wurden wir in verschiedene Klassen untergebracht. Die Schüler in meiner Klasse waren zwischen 13 und 15 Jahre alt.

Am Anfang der Woche, vor allem am ersten Tag, war es noch schwierig, mich in den Unterricht und die Pflege einzubringen. Der Umgang mit behinderten Kindern war zuerst ungewohnt, aber die Berührungsängste waren schnell verflogen, nicht zuletzt durch die herzliche Aufnahme der Kinder. Es hat großen Spaß gemacht mit den Schülern zu arbeiten, da sie immer bemüht und sehr aufgeschlossen waren.

Beeindruckt haben mich die warme Atmosphäre und der liebevolle Umgang der Schüler untereinander und mit den Betreuern.

Abschließend kann ich sagen, dass ich über die Chance, einen kleinen Einblick in den Alltag an der Schule bekommen zu haben, sehr froh bin. Für das spätere Leben könnte ich mir sehr gut vorstellen, in einer Schule für behinderte Kinder zu arbeiten.

Anna Kracklauer

Vesperkirche

Wir waren in der Vesperkirche in Ulm, einer Einrichtung für vor allem bedürftige Menschen, die dort vergünstigte Mahlzeiten bekommen. Die Vesperkirche steht einmal im Jahr in der Winterzeit vier Wochen lang für alle offen.
Für die Zeit von 11:00 Uhr bis ca. 14:30 Uhr wurden wir in Dienste wie Essens-, Getränke-, Kaffee- und Teeausgabe, Tabletts einsammeln und Spüldienst eingeteilt. Dadurch dass wir jeden Tag eine andere Aufgabe hatten, ist es uns nie langweilig geworden.
Im Allgemeinen hat uns das Praktikum gefallen. Am Anfang wurden wir in alle Aufgabenbereiche eingeführt, was sehr hilfreich war. Die Mitarbeiter waren sehr freundlich und wir hatten immer einen Ansprechpartner, der sich für uns zuständig gefühlt hat. Auch die Besucher haben sich stets über unsere Hilfe gefreut.
Durch das Praktikum haben wir einen Einblick in verschiedene Lebenssituationen bekommen und sind offener geworden gegenüber Menschen, deren Lebenssituationen uns fremd sind.

Felizitas Amann, Bianca Müller

Sozialstation Erbach

Ich habe mein Praktikum in der Sozialstation Erbach gemacht. Es war eine Woche, die mir zeigte, wie sich mein Leben verändern kann. Ich hatte hauptsächlich mit älteren Menschen zu tun. Manche konnten keine feste Nahrung zu sich nehmen und andere waren dement. Eine Frau konnte nach einem Schlaganfall ihre ganze linke Seite nicht mehr bewegen. Sie war also völlig pflegebedürftig. In so einem Fall erleichtert die Sozialstation Bedürftigen den Alltag. Außerdem habe ich Respekt vor dem Beruf bekommen, da es wirklich anstrengend ist und viel Mut notwendig ist, zum Beispiel eine Frau zu duschen. Im Umgang mit älteren Menschen wurde mir bewusst, dass auch ich einmal pflegebedürftig sein kann und mich dann freuen kann, wenn ich Hilfe bekomme. Die Sozialstation beinhaltet neben der ambulanten Pflege auch das Angebot ‚Essen auf Rädern' sowie eine Tagespflege. In dieser habe ich gesehen, wie fit manche trotz ihres Alters noch sind, denn dort hat man mit ihnen auch Sport gemacht.
Ich finde, das Projekt Compassion ist eine Chance, Einblicke sowohl in den Beruf, als auch in das Leben anderer zu bekommen. Ich habe neue Erfahrungen gesammelt und gemerkt, dass man nicht alles für selbstverständlich halten darf.

Felizitas Zagst



02.03.2015; 19:08:11 Uhr - Dieser Artikel wurde bereits 2300 mal angesehen.