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Wider das Vergessen - Gedenken am 9. November 2016 auf dem Weinhof

Am 09.11.2016 fand zum 20.Mal eine Gedenkfeier am Weinhof statt, um an die schrecklichen Ereignisse der Pogromnacht 1938 in Ulm zu erinnern.

Unter anderem versammelten sich Angehörige und Ulmer Bürgerinnen und Bürger, der Ulmer Oberbürgermeister Günther Czisch, der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Martin Tränkle, der Rabbiner Shneur Trebnik, Martin König von der Stolperstein-Initiative zusammen mit einem Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums, Frau Bergmann vom Förderverein Neue Synagoge sowie gut 70 Schülerinnen unseres Gymnasiums St. Hildegard, die den Abend mitgestalteten.
Am Abend wurde, wie alljährlich, an die 212 Ulmer Opfer der Shoa mit bewegenden Reden, Kerzen und Liedern gedacht.
Die 212 Namen der jüdischen Opfer verlasen die Schülerinnen des vierstündigen Religionskurses.
Sehr eindrücklich war die Rede eines Schülers des Einsteingymnasiums, der mit Herrn König das Leben von Julius Cohn, dem damaligen Ulmer Rabbiner, vorstellte.
Der in Vielzahl vertretene Oberstufenchor unserer Schule begleitete den Abend mit zwei hebräischen Liedern und sorgte somit für eine musikalische und auch traditionelle Umrahmung der Gedenkfeier.
Trotz der Kälte und des Schnees entstand im Schweigen, Singen und Beten doch eine Gemeinschaft, die das Vergessen der Verbrechen in dieser Nacht unvergessen machen wollten.


Helen Seifert und Simone Weissinger