.

Die Emotionalität mitgenommen

klavier1Der Pianist Ulrich Stierle spielt an St. Hildegard „Meisterwerke der Romantik“.

Fast wäre es nichts geworden mit dem Konzertabend in der Aula des Schulzentrums St. Hildegard, denn der Pianist Ulrich Stierle musste am Vorabend noch am Finger operiert werden und sein Arzt riet ihm eher vom Konzert ab. Doch Stierle fühlte sich wieder fit und es lohnte sich für alle Besucher, diesen Abend zu erleben, der das Publikum in die Musikwelt des 19. Jahrhunderts versetzte.

Den Beginn machte das Rondo capriccioso op. 14 von Mendelssohn-Bartholdy und Stierle entfachte bei seinem Publikum mit seinem Spiel voller Passion und Hingabe sofort Begeisterung. Er lobte den guten Flügel und führte charmant und mit ansteckender Begeisterung in die weiteren Werke ein.
Der Pianist und Organist wurde 1976 in Stuttgart geboren und erzielte schon als junger Mann zahlreiche Preise.
Und auch der Bereich der Schule ist ihm nicht fremd – Stierle war 12 Jahre lang Musiklehrer am Seminar in Blaubeuren, ab Juni wird er am Wildermuth-Gymnasium in Tübingen für die Musik verantwortlich zeichnen.

Ausdrucksstark, weich und dennoch klar akzentuiert in seinem Spiel, setzte er das Konzert mit Werken von Schubert, Schumann, Chopin und Liszt fort, um schließlich eines seiner Lieblingsstücke, das Intermezzo A-Dur op. 188,2
von Johannes Brahms, ein „inniges“ Stück, zu Gehör zu bringen.

Dass er ohne Noten spiele, bedeute für ihn persönlich den Notentext „emotional zu leben“, - „ich nehme da die Emotionalität gleich mit.“

Emotional war auch der kräftige Applaus des Publikums, das von Stierle mit einer frühlingshaften Zugabe belohnt wurde: dem „Frühlingsrauschen“ von Christian Sinding, das die Zuhörer in den Frühlingsabend entließ.

Wir danken Herrn Kerstner herzlich für die Organisation dieses unvergesslichen Abends und würden uns wünschen, Herrn Stierle wieder einmal an St. Hildegard begrüßen zu dürfen!

mili

klavier4klavier1



27.06.2018; 17:13:19 Uhr - Dieser Artikel wurde bereits 469 mal angesehen.